Tagesgeld und Termingeld als Geldanlage
Das Tagesgeld und das Termingeld sind im Prinzip recht ähnliche Geldanlagen. Beide sind an den jeweiligen Zinssatz geknüpft. Dieser ist wiederum meist an die Anlegesumme gekoppelt und bestimmt den Zinsertrag. Jedoch fällt der Zinssatz bei den beiden Geldanlagen unterschiedlich hoch aus, was mit den jeweiligen Bestimmungen zu tun hat.
Termingeld bezeichnet eine Geldanlage, bei der ein Betrag über einen festgelegten Zeitraum zu einem geregelten Zinssatz festgelegt wird. Meist wird das Geld für einen bis zu zwölf Monaten angelegt. Es kann jedoch auch länger angelegt werden, bis der Anleger schließlich kündigt. Je länger das Geld angelegt wird, desto höher sind dementspechend auch die Zinsen. Dies nennt man den effektiven Jahreszins. Bei einem Tagesgeldzinsen Vergleich erhält man die aktuellen Angebot.
Beim Tagesgeldkonto wird das Geld für einen unbestimmten Zeitraum, oft jedoch auch höchstens für ein Jahr, angelegt. Das Geld ist für den Anleger jedoch jeden Tag verfügbar. Daher ist der Zinssatz auch etwas niedriger als beim Termingeld. Außerdem kann er von Tag zu Tag variieren, da die Bank ihn an die Marktgegebenheiten anpassen darf. Generell ist ein Tagesgeldkonto genauso sicher, wie das klassische Sparbuch. Es hat jedoch den Vorteil eines deutlich höheren Zinsertrags. Statt einer Verzinsung von etwa 0,5 Prozent liegen die Zinsen beim Tagesgeld mit etwa 2 bis 4 Prozent deutlich darüber.
Beim Termingeld kann man diesen bei hohen Beträgen oft sogar mit der Bank aushandeln. Dafür gibt es jedoch eine Mindestlaufzeit. Außerdem muss man beim Termingeld eine Mindestsumme anlegen, die etwa bei 5000 Euro liegt, wohingegen die Anlagesumme beim Tagesgeld sehr gering ausfallen kann.
Das Termingeld eignet sich als Geldanlage, wenn man auf das angelegte Geld für einen festgelegten Zeitraum sicher verzichten kann. Man kann nämlich entweder gar nicht oder nur gegen Gebühr über sein angelegtes Geld verfügen. Dafür sind die Zinsen auch höher als beim Tagesgeld.
Das Termingeld muss zudem gekündigt werden, ansonsten wird es nochmals um die gleiche Dauer angelegt. Dies verlängert sich, bis der Anleger das Termingeldkonto kündigt. Gerade für einen kürzeren Zeitraum, also einige Monate, lohnt sich Termingeld durch die hohe Verzinsung als Anlage.
Für Anleger, die sicher jeden Tag über ihr Geld verfügen wollen oder Anleger mit wenig Erspartem ist dagegen ein Tagesgeldkonto genau das Richtige. Hier geht man sicher, dass man täglich über sein Geld verfügen kann und genießt dennoch einen vergleichsweise hohen Zinssatz.
Zwar unterscheiden sich die beiden Geldanlagen ein wenig. Bei beiden Formen ist jedoch das angelegte Geld in den meisten Fällen sicher. Dafür sorgt der Einlagensicherungsfonds der teilnehmenden Banken. Tritt eine Bank aus diesem Einlagensicherungsfonds aus, müssen alle Anleger informiert werden, sodass diese das Geldinstitut wechseln können.